„Zeitverschwendung ist die leichteste aller Verschwendungen.“ Henry Ford

„Denn mit der grösse der Aufgabe wächst die Kraft des Geistes.“

Publius Cornelius Tacitus (um 55 – 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Ja, so ungefähr fühlt es sich an. Wie Zeitverschwendung. Ich hatte ja schon in dem Beitrag „Traurigkeit ist nicht ungesund“ darüber geschrieben, dass ich dieses Belastungstraining absolviere, und nicht genau weiss wofür eigentlich. Naja, jetzt mache ich es halt, weil es von mir verlangt wird.
Ich sitze hier in der Grafischen Abteilung einer Einrichtung. Genau genommen in der Druckvorstufe. Darin hatte ich vor ca. 15 Jahren schon eine Ausbildung gemacht. Wenn ich Aufträge bekomme, ist das eine Möglichkeit meine Programm-Kenntnisse wieder aufzufrischen. Ja, das ist ganz nett, bringt aber nicht wirklich viel, da ich nicht vorhabe wieder in dieser Branche zu arbeiten. Ich habe zwar keine Ahnung wo die Reise hingehen wird, da die Berufswünsche die ich habe, von der Versicherung höchstwahrscheinlich abgelehnt werden – dazu habe ich in dem Beitrag „dort wo Bürokratie gewissenhaft arbeitet“ geschrieben – aber sie können mich ja nicht dazu zwingen, irgendwas zu machen, worauf ich gar keinen Bock habe. Oder?

Naja. Nun bin ich die sechste Woche hier, und habe verschiedene Aufgaben bearbeitet. Übungsaufgaben. Diese sollten besprochen werden. Fünf Aufgaben waren es bisher, und erst jetzt wurden sie besprochen. Fünf Wochen ohne jegliches Feedback.
Kann man so machen, muss man aber nicht. 

Und nicht selten kam es vor, dass ich gar nichts zu tun hatte. So wie jetzt. Deswegen schreibe ich diesen Beitrag. 

Ich möchte nicht mehr in diesem Bereich arbeiten. Den ganzen Tag vor dem Computer sitzen und konzentriert in den Kasten glotzen. Ohne wirklich den Kopf benutzen zu müssen. Also klar, ich muss mir schon überlegen wie ich eine Gestaltung konzipiere, aber das ist jetzt auch nicht wirklich ein Hexenwerk. Ausserdem, sich über solche Dinge Gedanken zu machen, überlasse ich lieber anderen. Das ist nichts, was mir eine berufliche Erfüllung geben könnte. Ich würde gerne etwas tun, was wirklich einen „Wert“ hat. 

Damit meine ich nicht, dass schöne Gestaltung wertlos ist. Aber es gibt Dinge die wichtiger sind. Wie z. B. zu vermitteln, wie man Gehirn-gerecht Lernen kann. Unser Schulsystem in Frage stellen. Oder wie man besser Kommunizieren kann. Ich würde mich gerne mit essentiellen Dingen auseinandersetzen und etwas bewirken können. Ob sich jemand echte Goldletter auf seine Visitenkarte drucken lässt ist mir ehrlich gesagt ziemlich schnuppe. Das ist etwas was ich gerne als Hobby mache. 

Hm, nun sitze ich hier und habe nichts zu tun. In der Zwischenzeit, bevor ich angefangen habe diesen Beitrag zu schreiben, habe ich mich auch schon mit FTP Servern auseinandergesetzt. Jetzt weiss ich was das ist, und wie es funktioniert. Nicht in allen Einzelheiten, aber zumindest werde ich jetzt über den FTP Server ein neues Theme in WordPress hochladen können. Zeit sinnvoll genutzt! Und ich bin absoluter Laie auf diesem Gebiet. Ich wusste noch nicht einmal was ein Webserver ist. Man hört diese Wörter ständig, aber wenn man sich nie damit beschäftigt, bleiben es eben nur Wörter. 

Ich habe in einem anderen Blog gelesen – in dem Blog, in dem erklärt wurde was ein Webserver ist – dass der Autor davon ausgegangen ist, wenn man nicht weiss was ein Webserver ist, braucht man es auch nicht. Falsch!
Wenn man nämlich wie ich, eine Website erstellen möchte, dies auch so gut wie möglich machen möchte, dann stellt diese Tatsache, gewissen Anforderungen an einen. Plötzlich soll man eine Domain bei einem Host bestellen.

Was soll ich beim Horst bestellen?
Und wer ist eigentlich Horst?

Und so werden aus den Anforderungen, Herausforderungen. Herausforderungen mit denen man sich erst mal auseinandersetzen muss. Also recherchiert man, liest in Büchern und probiert aus. So habe ich jetzt meine Domain bei meinem Horst bestellt. Verzeihung, Host! Und dann soll da noch ein schickes Theme drauf. Auf deutsch, soll gut aussehen. Und weil es da wahnsinnig viele Möglichkeiten gibt, muss man sich erst mal damit auseinandersetzten. Und dann geht ja auch nicht alles auf die selbe Art und Weise. So, jetzt hab ich so ein Theme und stelle fest, dass man das nicht einfach anwenden kann. Muss erst noch installiert werden. Ok. Geht aber auch nicht so einfach, deswegen muss jetzt ein FTP Client her. Und was das ist, und wie das funktioniert habe ich alles während meiner Massnahme herausgefunden. Und ich hab Euch davon erzählt. Supi!

In der Zwischenzeit gibt mir meine Bezugsperson einen Zettel auf dem steht: Subjektive Einschätzung der aktuellen Situation.

Soll ich da jetzt draufschreiben wie toll ich es finde, dass ich hier mein Wissen für den privaten Gebrauch erweitern konnte?

In diesem Sinne…

Eure Frau L. 

3 Antworten auf „„Zeitverschwendung ist die leichteste aller Verschwendungen.“ Henry Ford

  1. Ja, gar nicht so einfach, was da alles verlangt wird von einem. Und man fragt sich: Was soll das? Warum?? Und manchmal klickt man einfach auf abbrechen… Und man denkt nicht mehr dran. Und später – wenn man sich doch nochmal erinnert – stellt man fest, dass man es gar nicht gebraucht hat. 😉

    Liebe Grüße,
    Werner 🙂

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s